17.06.03

Chaos & Verständnis

Bei mir sieht's einigermaßen ordentlich aus - am nächsten WE habe ich keine Zeit, Ordnung zu machen, weil ich Sa arbeiten muß, und am Tag vorher reist eine freie Mitarbeiterin an, die bei mir übernachtet. Und da muß frau ja eine ordentliche Wohnung präsentieren. Btw: Kauft euch niemals amerikanische Kalender, darauf findet man nämlich die dt. Feiertage nicht. Denn wenn ich gewußt hätte, daß der kommende Do-Tag ein Feiertag ist, hätte ich mir nicht Fr und Sa mit Arbeit zugedeckt ...

Momentan treibt mich eine Frage um: Muß man die Vertreter des anderen Geschlechts verstehen? Einem Freund, dem ich mein Leid klagte, meinte, daß es nicht darum ginge, den anderen zu verstehen (also rein verstandesmäßig zu verstehen und ihn durchleuchten zu können). Worum geht es denn dann? Wie kommen die Vertreter beiderlei Geschlechts miteinander aus, wenn sie sich im Grunde nicht verstehen? Wenn zwei Wesen mit unterschiedlichen Erwartungen aufeinanderprallen und nicht wissen, wie sie den jeweils anderen zu verstehen haben? Kompliziert. Wenn jemand eine Lösung dafür hat ... her damit!

Posted by Clio at 17.06.03 18:41
Comments

vielleicht sind männer und frauen in manchen dingen sehr verschieden...aber da beide gruppen der spezies mensch angehören, überwiegen doch die gemeinsamkeiten! ich würd das jedenfalls nicht so tragisch sehen. unterschiedliches ergänzt sich auch gut. oder nicht?

Posted by: Sabine at 17.06.03 19:03

Aber der andere Spruch lautet doch: Gleich und gleich gesellt sich gern. :-) Ist das nun faszinierend oder einfach nur nervig?

Posted by: Clio at 17.06.03 19:38

Mal ganz blöd gefragt: Der nächste Do ist ein Feiertag? Ich sollte vielleicht auch mal wieder in den Kalender schauen.

Posted by: Michelle at 17.06.03 20:05

Zum auskommen, kann man sich ja auch einfach nur akzeptieren oder? Verständnis ist ja nicht gleich Verstehen. Am interessantesten ist doch das verstehen lernen und der Wandel dem man sich selbst unterzieht durch und mit anderen?
Die eine oder andere Vorerkenntnis könnt aber nicht schaden*gg*(die die man aus den Frauenzeitschriften zieht)
Man versteht sich ja auch manchmal nicht mal selbst, trotzdem kommt man mit sich aus. Und dann gibts da noch die Menschen die einen besser verstehen als man selbst und überhaupt,...
man kann schon Angst bekommem, das man jemanden anderen mit sich selbst konfrontiert, wohl wissend, daß der Zeitpunkt, zu dem man irgend eine Erwartung erkennt und vielleicht dann auch noch erfüllen kann, hilflos ein später ist. Da hoffe ich doch wirklich, daß jemand in mir etwas sieht, bis ich seh was ich tun muß, im glauben, daß ich eine Erwartung nicht haben muß um sie zu erfüllen.
Irgendwo da daußen muß es die Menschen geben, die die Perfektion im Wandel sehen, bis ein Blick genügt zu verstehen?

Posted by: Andreas at 17.06.03 20:35

Ist es nicht vielmehr ermutigend, wenn jemand in DIr schon das sieht, was Du werden könntest? Oder sogar werden wirst, wenn Du Dich ein bißchen dahinterklemmst?

Aber das sollte dann keine Frauenzeitschrift sein, die Dir vermittelt, daß Du eine hyperdünne Langhaarige werden wirst, mit einem Silikon-verstärkten Busen und Klamotten, von dessen Kaufpreis eine Familie in einem Dritte-Welt-Land 1 Jahr lang leben könnte.

Posted by: Clio at 18.06.03 08:22

Stimmt. Das wäre natürlich der Gipfel, wenn jemand neben dem Sehen was ich bin, erkennen könnte, was ich sein werde, dabei noch Lust und Liebe hat es herbeizuführen. *träum* Ich mein das heißt ja nicht, wie du früher mal in einem anderen Blog angedeutet hast, daß man sich dafür ändern, im Sinne von aufgeben, muß. Es wäre mehr eine "logische" Weiterentwickling. (Klar du hast damals glaub ich gemeint, daß man sich ändert um jemanden zu gefallen. Kann man nicht ganz verhindern, daß man das versucht. Aber obs sinnvoll ist?)

Die Frauenzeitschriften wären ja für mich zum Vorkenntnise ziehen, so wie der Blog, wenn du so willst, diesen Nebeneffekt hat von dem "anderen" Geschlecht ein bisschen bis viel zu lernen. In diesem Punkt ists wieder blöd, daß es keine Männerzeitschriften im Sinne von Frauenzeitschriften gibt. Obwohl ja letztere auch versuchen uns Männer und unsere Taten, Wünsche usw plausibel zu machen, in der- für die Masse vielleicht sogar akurat?

Superfrauen. Ich bezweifle, daß die meisten Männer Superfrauen an ihrer Seite haben wollen. Ich mein sie hätten sie natürlich gerne um in ihrem Freundeskreis anzugeben und daß, wenn sie daneben steht, in ihrer Eycatcherfunktion positiv auf den Teint des Besitzer (das werden sie denken das sie sind) auswirkt. Wahrscheinlich spiegeln sie auch deren eregierende Phantasie wieder, wozu das leugnen, aber der persönliche Fetisch von jedem ist ein wenig anders. Für mich, wenn wir bei den Äußerlichkeiten bleiben, gibt es drei Frauentypen, die sich natürlich untereinander Mischen.
Die Schöne: Sie gefällt 90% der Männer, herausgeschnitten aus Modemagazinen, herausgepellt aus dem Laufsteg der Welt.
Die Geile: Ausziehen und ins Bett mit ihr. Sie muß nicht hauchdünn sein, und auch nicht das Gesicht der Schönen haben. Es ist vielleicht der Hintern, die Brust, der Mund? oder was auch immer. Die simple Ansprache an die Urinstinkte im Manne.
Die Hübsche: Es ist schwer zu sagen, ob sie auf alle so wirkt wie sie auf dich wirkt. Du magst sie schön finden, geil? - wahrscheinlich nicht, es ist was viel suptieleres, das in dir aber trotzdem Erotisches erweckt. Vielleicht ist es Naturschönheit, die nicht aufdringlich wirkt, oder aber einfach nur das persönliche Schönheitsempfinden das durch sie angesprochen wird. Es ist etwas nicht agressives, das irgendwo auf Verständnis und Geborgenheit hindeutet. Das mag aber eine Deutung oder ein Fetisch für mich sein.
Was ich damit sagen will ist: Im Grunde genommen stehen alle für sich auf die hübsche. Es mag den einen oder anderen wichtig sein, daß die anderen sie für geil oder schön halten, also als Trophee ansehen. Dann gibts da sicher auch noch die Leute, die nicht versuchen zu schauen, was ihnen gefällt, sondern sich da lieber medial beraten lassen, wenngleich auch die schon fast jeden Gschmack abdecken müssen.
Eigentlich glaube ich daraus, daß es Pauschal keine Frau gibt die hässlich ist. Mag wiederum sein, daß sie 90% für hässlich halten. Da kann man nur versuchen auf die 90% zu verzichten.
Parallel dazu müßte eigentlich all das auch für den Charakter gelten. Wies dann wohl unter den 6Mrd Menschen einen geben muß, der sieht, wie man aussieht, wie man ist, was man darstellt, wie man werden kann, wie man mit ihm werden kann. Der den Schleier mag oder durch ihn hindurchsehen kann, den man um sich aufbaut.
Aber 6Mrd, daß macht mich nicht sehr zuversichtlich. Nicht, daß ich auf die Richtige warte, mir würde schon reichen wenn eine fast richtig oder eine die glaubt richtig zu sein in mein Leben eintritt. Was bei mir eigentlich, nach ein paar Gedankenschritten nur zum Gedanken fürt: Laßts mich in Ruhe, ich mag eh keinen Quälen mit mir selbst.*gg* Na ich mein es ist wirklich total sinnlos, du kannst den Zufall nicht die Füße küssen, ich glaub man kann nicht mal die Chancen maximieren, vielleicht auch nicht minimieren. In jeden Fall, seids froh, daß ihr Frauen seid!!

Posted by: Andreas at 19.06.03 14:06

@andreas: und warum sollen wir froh sein, dass wir frauen sind???

Posted by: Sonja at 19.06.03 21:20

Frage ich mich auch. Vermutlich meint er, daß Frauen es einfacher haben. Aber das sehe ich aus rein weiblicher Sicht nicht so. :-)

@Andreas: Gibt es nicht diesen Spruch über die Superfrau, die eigentlich jeder Mann anschwärmt udn mit der er ins Bett will, aber heiraten tut man(n) eine andere? Was mir aber noch auffällt, wenn ich Deine Ausführungen lesen: Überall ist nur vom Äußerlichen die Rede. Von Haarfarbe, Figur etc. Aber was ist mit dem Rest? Es gibt auch innere Werte, habe ich jedenfalls gehört. ;-)

Posted by: Clio at 20.06.03 07:31

Das mit dem leichter ist sicher ein wenig übertrieben, aber das war schon was ich gemeint habe.
Ich hab mich aber absichtlich auf die Äußerlichkeiten beschränkt und sie dann parallel zu den Charakterzügen gestellt. Was hinter den Frauentypen Symbolisch für Charaktere stehen ist ja klar. Aber bei den inneren Werten mag ich nicht so katalogisieren. Nebenbei die Superfrau war nicht meine Idee*gg* und das sie sich rein verkauft durch ihr Aussehen auch nicht.*gg* Was ich halt darstellen wollte ist, daß Männer natürlich auf die Oberflächlichkeiten abfahren, sie vielleicht sogar für ihre Gesellschaftsfähigkeit brauchen. Aber im Grunde sucht jeder seine persönliche Hübsche und was sie dann schlußendlich so umwerfend macht ist sicher nicht alleine ihr Aussehen falls überhaupt.
Wahre Schönheit strahlt von innen heraus. Sagt man doch?
Zu der Sache warums Frauen leichter haben. Mir kommt vor, daß immer noch die Männer "jagen" müssen und das Frau schlußendlich nur die Wahl treffen müssen. Was immer noch dazu führt, daß Männer bereiter sind etwas auszuprobieren, was bedeutet, daß sie öfters schmerzhaft anrennen. Nur ist das wieder so eine Pauschalisierung. Weiß ich wie schlimm es ist ständig angegraben zu werden und das vielleicht noch aus falschen oder unangenehmen Motiven? Nö! Wie es ist wenn sich hundertausend melden nur der richtige eben nicht? Nö da mach ichs mir zu einfach, wenn ich mir denke: laß den Blinden ruhen wende dich den Sehenden zu. Ist alles nicht sooo einfach. Nö nö nö.

Posted by: Andreas at 20.06.03 11:37

Ohne ganze Abhandlungen zu schreim
@Lösung: Begriffe klären, Sagen was man denkt, warum man so denkt, was dahinter steckt. Reden, so lange reden bis alles klar und eindeutig ist und nicht fehlinterpretiert werden kann.
@Ordnung: Für mich hat Ordnung etwas mit der Effizienz des Auffindens von Sachen zu tun. Das heist: Aussenstehende würden mein Zimmer als Choas, Unordnunge usw bezeichnen, weil sie sich nicht hier zurecht finden... Da ich aber in meinem Zimmer alles finden kann, weil ich mich da auch auskenne, is das für mich Ordnung. Ich finde Dinge mit einer höheren Effizienz als wenn jemand herkommt und mein Zimmer nach seinen Begriffen zamräumt... Dann finde ich nichts mehr und in dem Fall spreche ich von Unordnung...

Posted by: Flip at 20.06.03 11:52

@Andreas: Witzig, denn ich sehe es genau andersherum: Ich sehe Männer, die viele Frauenbekanntschaften haben (wobei ich jetzt wirklich nur an Bekanntschaften denke), bei denen die Frauen sich jedoch abstrampeln, den Mann zu "kriegen". Er kann dies erstens genießen (wer fühlt sich nicht geehrt, wenn er von vielen angeschwärmt wird) und zweitens hat er die große Auswahl.

@Lösung: Tja, aber schon wenn man ein kompliziertes Thema anspricht, macht man sich doch in einem gewissen Grade verletzlich. Und wollen wir das nicht alle vermeiden? Ich meine, natürlich wäre es toll, wenn ich jemandem, den ich schon eine Weile kenne und wo ich so das Gefühl habe, das könnte etwas sein, ganz offen sagen könnte, was ich empfinde bzw. wie ich vielleicht sogar unsere "Beziehung" (im Sinne von Freundschaft) sehe. Aber wenn ich das Thema anspreche und der andere mir nicht dieselben Gefühle entgegenbringt, habe ich erstens eine Freundschaft verloren und zweitens fühle ich mich ziemlich mies und denke gut darüber nach, ob ich mich noch irgendwann mal wieder soweit aus dem Fenster lehne ...

Posted by: Clio at 20.06.03 12:02