09.11.03

Themaaaaaaaaaaaaaa

Okey machen wir gleich das Thema zum Thema. Ich weiß, das war vorhersehbar, vielleicht sogar in der Wortwahl und Titel. Erschießt mich, ich breite meine Arme aus.
Also wir wissen ja, wir wollen nur ganz ungefähr über persönliche Dinge sprechen. Das Thema: Träumst du von J. kommt also nicht in frage. Träumst du in Buchstaben? Und warum stell ich mir jetzt vor, dass große rote Buchstaben mit gelben Rändern über neblichen Boden sich schwebend drehen? Interessiert vielleicht grad mal mich im Moment und sonst na ja.
Imbrunstige dramaturgiehelden Gesang steht vielleicht auch nicht so im Programm, wie die Frage ob Shell Optimax Prozentmäsig pro Oktan jetzt schon mehr Leute umgebracht hat als das vergilbte Super Benzin.

Aber genug von den Dingen, die nicht gehen. Weil's mich grade beschäftigt: Was bedeutet euch Kariere?

Posted by Andreas at 09.11.03 23:01
Comments

Karriere? Naja, offensichtlich nichts, denn ich habe keine;-) Aber ernsthaft. Mir wäre der schnöde Mammon lieber (den ich auch nicht habe). Soviel, dass ich nicht jeden Monat überlegen muss, wie ich die Strom, Wasser, und Heizrechung bezahle. Soviel halt, dass ich gar nicht über Geld nachdenken muss. Dann ist mir eigentlich egal, ob ich auf der Karriereleiter irgendwo ganz oben stehe oder einfach nur einen Job mache.

Posted by: Michelle at 10.11.03 13:29

Wichtiger ist mir, daß ich in einem Job arbeite, in dem (fast) alles stimmt: die Aufgaben, die Arbeitsatmosphäre, die Kollegen, die Herausforderungen. Ich muß morgens einfach gerne aufstehen, um ins Büro zu gehen. Da ich es auch anders kenne (sprich: schon Mobbing erlebt habe), weiß ich, daß das Obengenannte wichtiger ist als massig Kohle. Wobei ich Dir in den Monaten, in denen ich mehr Geld benötigen würde, um alle meine Wünsche zu bezahlen, vermutlich antworten würde, daß ein bißchen mehr Geld auch nicht schlecht wäre. :-)

Posted by: Clio at 10.11.03 14:27

ein angenehmes arbeitsumfeld ist mir natürlich auch sehr wichtig. und daß ich kreativ sein kann. und der job sollte so gut bezahlt sein, daß ich davon leben kann ich mich nicht ständig fragen muß, wie ich nächsten monat die miete bezahlen soll.
oder kann man heutzutage schon froh sein, üBeRhAuPt einen job zu haben...?

aber wenn ich karriere jetzt als "die karriereleiter hinaufklettern" definiere: es ist sicherlich sehr frustrierend, wenn die arbeit, die man macht, nicht gewürdigt wird, und man ewig da bleibt, wo man angefangen hat: auf der untersten sprosse der karrieeleiter. also, ich möchte im job schon weiterkommen und nicht mein leben lang nur die befehle anderer ausführen. außer, ich mache einen ganz miesen job, dann ist das natürlich nicht zu verantworten. *gg*
um die spitzenpositionen sollen sich aber andere prügeln, nein danke, dazu sind meine ellbogen auch gar nicht spitz genug. ;)) ich hab nichts gegen verantwortung oder dagegen, mehr verantwortung übertragen zu bekommen. auch nicht dagegen, mehr zu verdienen. ;) aber wenn ich einmal feststellen sollte, daß mein leben *nur* noch aus arbeit besteht und ich der schlimmste workaholic geworden bin, dann ist was falsch gelaufen...%-)

Posted by: Sabine at 10.11.03 21:31

Ganz grundsätzlich hab ich nie viel von Karriere gehalten, mir ist nur immer aufgefallen, dass ich diesen Weg, möglicherweise unbewusst, immer beschritten habe. Demnach ist bei mir immer der Wunsch nach nicht materieller Entfaltung und Weiterentwicklung größer gewesen. Aber warum beschäftigt mich das jetzt? Ich glaub weil ich jetzt mitten drinnen bin; weil ich jetzt auf einmal gefragt werde, wie meine beruflichen Ziele aussehen; weil ich auf einmal auf Grund meiner Leistungen beurteilt werde, und selbst immer mehr Gier entwickle, die Menschen dies zu beurteilen haben zu beeindrucken. Komischerweise mit erstaunlich viel Erfolg. Wahrscheinlich ist es gar nicht mal so verwunderlich, aber ich glaub so was wird einem erst bewusst, wenn es massiv an einem herangetragen wird, wenn bei Geschäftsessen auf Projekterfolge angestoßen wird, mit denen offensichtlich so keiner gerechnet hätte und ich mir denke: "Hey das war doch eigentlich nicht's!"
Das Problem ist vielleicht dass mit jeder Gehaltserhöhung die Selbstverständlichkeiten steigen; dass Vertrauen etwas ist, das man erfüllen muss. Schlussendlich kein Problem, damit entscheidet sich aber auch der Weg hin zur Karriere und wenn man will hin zum Workaholic. Nun was kommt kommt, je besser man das Spiel spielt umso mehr befriedigt es hoffentlich auch. Selbst wenn nur das Gefühl bleibt besser zu sein, dem Haschen danach viel Energie geschenkt wird.
Heute frage ich mich also nicht mehr: "Wozu führt das alles?" Sondern denke mir im Stillen: "Warum eigentlich nicht". Man muss ja darunter nicht die persönlichen Ziele verlieren hoffe ich zumindest. Mag nicht mal der Verlust in der Dröhnung allzu schlimm sein scheint's.
So verändern sich die nicht anerkannten Ziele unbemerkt zielstrebig zur Zielstrebigkeit. Unten drunter wächst der Glaube alles schaffen alles erreichen zu können, wofür man auch immer Zeit hat. Das wichtigste ist dabei, dass man sich keine Zeit nimmt nachzudenken. Im Stillen nährt sich nur das Gefühl, dass Dinge, die grad erst angefangen haben, ja doch auch wieder vorbeigehen. Nun vielleicht nicht gerade in Jahren, aber irgendwann. Ich entscheide mich...


P.S. Wie machma das jetzt, jetzt ist ja alles in die Kommentare reingewandert. Für die gevoteten Themen halt ich das aber nicht so für gscheit (schon alleine weil man hier nicht editieren kann(ich bin mir sicher, dass wieder einige '?' hier drinnen sind). Sprecht's euch mal aus darüber. Hm?

Posted by: Andreas at 11.11.03 20:47