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Wie definiert sich Eurer Meinung nach eine Freundschaft?
Geht es um das Sich-Gegenseitig-Mögen? Dann habe ich sehr viele Freunde.
Muss ich mit ihnen viel unternehmen? Wie viel Zeit sollte man im Regelfall miteinander verbringen? Muss man sich überhaupt schon einmal in Persona getroffen haben?
Sollten viele Gemeinsamkeiten bestehen? Schulzeit, Hobbies, Intressen, gemeinsame Bekannte, es gäbe da noch unendlich viele Möglichkeiten.
Vertraue ich einem Freund alles an?
Oder reicht es, wenn die Chemie stimmt und man sich trotzdem nur selten, dafür aber immer wieder mit überschwänglichen Freudensbekundungen, trifft? Die sollten dann allerdings ernst gemeint sein und nicht einem Schickeria-Wir-lieben-uns-doch-alle-Gedanken entsprungen sein!
Und wie seht ihr das: Muss eine Freundschaft immer von beiden Seiten als solches empfunden werden?
Posted by Shelly at 23.04.04 14:45Wenn beide Seiten davon profitieren wollen, dann muss sie auch von beiden Seiten als solche empfunden werden.
Posted by: bebal at 25.04.04 16:04Ich denke schon, denn wenn nur eine Seite den Eindruck hat, daß eine Freundschaft besteht, dann haben die beiden ja unterschiedliche Erwartungen an diese Beziehung.
Posted by: Clio at 26.04.04 08:36Die Frage ist doch aber: Darf ich an eine Freundschaft Erwartungen knüpfen?
Ich habe z.B. Freunde, denen ich eine Menge anvertraue und bei denen ich immer einen Rat für meine Probleme finde. Sie selbst geben allerdings wenig von sich Preis. Man könnte sie sozusagen als ältere erfahrenere Berater sehen. Es besteht durchaus eine große Sympathie zwischen uns, unsere Beziehung wird also von beiden Seiten als echte Freundschaft betrachtet.
Als Gegenstück habe ich noch einige Freundinnen, die ganz gern zu mir kommen und sich ihre Probleme bei mir von der Seele reden. Man könnte mich sozusagen als "Kummerkasten" bezeichnen. Diesen "jungen Hüpfern" würde nie nicht meine Probleme anvertrauen, weil ich weiß sie können mir da sowieso nicht weiterhelfen. Und doch würde ich die Sache zwischen uns als Freundschaft bezeichnen. Ich bin auch immer für sie da, selbst möchte ich das von ihnen aber gar nicht verlangen.
Posted by: Shelly at 28.04.04 08:47Schwierig, für mich sind Freundschaften beidseitige Geschichten - ich gehe zu jemandem und vertraue ihm/ihr meine Sorgen, Erlebnisse etc. an und bin auch im Gegenzug bereit, mir ihre anzuhören und Ratschläge zu erteilen. Ist die Freundschaft nicht ein bißchen "schief", wenn nur die eine Seite sich öffnet? Aber eigentlich möchte ich solche Beziehungen auch nicht nur als Bekanntschaften bezeichnen, denn die sind in meinen Augen oberflächlicher.
Eigentlich sage ich immer, ein Freund ist jemand, der mich nachts um 3 anrufen kann, den ich ggf. auch um 3 irgendwo abhole (:-)) ...
Posted by: Clio at 28.04.04 11:24
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