15.10.04

Patiententestament ...

Meine Großmutter, mein Vater und sein Bruder wurden heute vor eine Entscheidung gefällt: Wenn die Ärzte meinen Großvater an einem Gehirntumor operieren, werden sie etwa 10% des Tumors entfernen können. Und die Wahrscheinlichkeit, daß er die OP überlebt, liegen nur bei 25%. Chemo und Bestrahlung kommen nicht in Frage. Wenn er überhaupt nicht operiert wird, wird der Tumor weiterwachsen, er wird weiter "verfallen" und irgendwann in ein Heim gegeben werden müssen, weil wir ihn nicht mehr ausreichend betreuen können. Aber unter Umständen kann er noch Jahre leben ...
Ich muß ehrlich sein: Das Erste, was ich dachte war: Also, ich möchte nicht, daß er noch dahinvegetiert ... Aber meine Familie wird sich gegen die OP entscheiden. Eigentlich müßte man vor diesem Hintergrund doch gleich ein Patiententestament aufstellen: Wenn man nur noch durch Maschinen am Leben erhalten wird - Maschine abstellen. Das ist so ziemlich das Schlimmste, das ich mir vorstellen kann: daß ich irgendwann nur noch eine Belastung für die Family bin, meinen Verstand verliere ...
Wie seht ihr das?

Abgetippt von Clio at 18:30 | Mitgedacht (6) | TrackBack